Hodler und der Parallelismus

Das Erstaunen des Malers über die Ordnung der Natur und die entschlossene Verwandlung eines Gefühls in ein mächtiges und erhabenes Bildsystem

 

  • April 2018   ca. CHF 49.00 | eur 48.00

 

Titelinformation

Herausgegeben vom Kunstmuseum Bern und dem Musée d'art et d'histoire Genf. Mit Beiträgen von Oskar Bätschmann, Claudia Blümle, Laurence Madeline, Paul Müller und Sylvie Patry.

1. Auflage

, 2018

Broschiert

ca. 192 Seiten, 150 farbige Abbildungen

22 x 27 cm

ISBN 978-3-85881-591-0

Inhalt

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums von Ferdinand Hodlers Tod 1918 erweisen Bern, sein Geburtsort, und Genf, sein Todesort, dem Künstler gemeinsam eine Hommage und präsentieren in einer Ausstellung und einer Begleitpublikation seine einfache, klare und wirkungsvolle Theorie des «Parallelismus», der sein Werk prägt.

Hodler sieht und malt eine Natur und eine Welt, die in parallelen Grundzügen organisiert ist. Es ist ein visuelles und sinnliches Erlebnis, das seine Kompositionen nährt: Hodler sieht parallele Linien in Bergen, Wolken, Wäldern, Frauen, Männern, Persönlichkeiten – und so stellt er sie dar. Diese Weltordnung wahrnehmend, radikalisiert er sie, systematisiert sie und konstruiert seine Bilder in ausgewogenen und harmonischen Makrokosmen. Dieses Spiel der Parallelen zwischen seinen Werken, die aufeinander reagieren und sich ergänzen, erweitert er und bringt die Parallelität der Gefühle, die sich in seinen Gemälden, der Natur und den menschlichen Figuren ausdrückt, ins Spiel.

Zum ersten Mal wird in diesem Buch Hodlers «Parallelismus» in den Vordergrund gerückt. Hodlers beeindruckende Malereien werden ergänzt durch fachkundige Textbeiträge von Oskar Bätschmann, Claudia Blümle, Paul Müller und Sylvie Patry. Das Buch erscheint zur gleichnamigen Ausstellung im Musée d'art et d'histoire Genf und im Kunstmuseum Bern.

Autoren & Herausgeber

Oskar Bätschmann

 (*1943, Luzern), Kunsthistoriker und emeritierter Professor für Kunstgeschichte. Seit 2009 Professorial Fellow am Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft SIK-ISEA. Studium der Kunstgeschichte und Germanistik in Florenz und Zürich. 1991–2009 Ordinarius für Neuere Kunstgeschichte an der Universität Bern. Mit Paul Müller Projektleiter des Catalogue raisonné Ferdinand Hodler.

Claudia Blümle

, seit 2014 Professorin für Geschichte und Theorie der Form am Institut für Kunst- und Bildungsgeschichte der Humbolt-Universität zu Berlin.

Laurence Madeline

 ist Chefkuratorin des Kulturerbes 2018. Sie kuratierte zahlreiche Ausstellungen, u.a. Picasso 1932 (Paris, 2017), J'aime les panoramas (Genf und Marseille 2015) und Courbet und die Schweizer Jahre (Genf, 2014)

Paul Müller

 (*1951, Luzern), seit 1981 am Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft SIK-ISEA. 1973–1979 Studium der Kunstgeschichte, der Klassischen Archäologie und der Ethnologie an der Universität Basel. 1984–1995 freier Mitarbeiter der Liechtensteinischen Staatlichen Kunstsammlung, Vaduz. Seit 2000 gemeinsam mit Oskar Bätschmann Projektleiter des Catalogue raisonné Ferdinand Hodler.

Sylvie Patry

, Chefkuratorin und Direktorin für Konservierung und Sammlungen am Musée d'Orsay.